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von links nach rechts: Serdar Tasci, Cacau, Mario Gomez, Antonia da Silva, Christian Gentner, Thomas Hitzlsperger, Roberto Hilbert, Arthur Boka

 

Diese Seite habe ich angelegt,um etwas über den aktuellen Deutschen Meister zu berichten. Ich bin mir darüber im Klaren, dass nur wenige Besucher dieser Seite so eingefleischte Fans vom Sport mit dem runden Leder sind, aber ich möchte auf diesem Blog ja mitunter auch etwas über mich selbst berichten,und in meinem Leben ist der Fussball (und eng damit verknüpft der VfB Stuttgart) ein wichtiger Bestandteil. Dies zur Einführung.

Deutscher Meister 2007! Wer hätte das gedacht nach den teilweise schwierigen Jahren,die der VfB seit der letzten Meisterschaft (1992) zu durchleben hatte. Vom Abstieg bis hin zum Champions-League-Achtelfinale (das erreichen desselbigen als glanzvoller Höhepunkt in der Saison 2004/2005) war alles mit dabei. Verschiedenste Trainer versuchten ihr Glück, den VfB auf die Erfolgsspur zu bringen. Einer der prominentesten und für den VfB mitunter schlechtesten war der durch die "Ich habe fertig"-Rede bekannt gewordene italienische Coach Giovanni Trappatoni. Gepriesen als großer Hoffnungsträger wurde er vorzeitig von der Vereinsführung gechasst (nach einem schwachen Platz in der Grauzone der Liga und einem frühen Ausscheiden im UEFA-Cup). Nicht ohne vorher nochmal kräftig Geld für neue Spieler,die nach einem Jahr ebenso erfolglos den Verein wieder verließen,auszugeben. Darunter die vor allem vom ehemaligen italienischen Nationaltrainer Trappatoni hoch gelobten Jon Dahl Tomasson (für ca.7,5 Mio. Euro vom AC Mailand) und Jesper Grönkaejr (für 5 Mio_verein tyler momentan unbekannt)- "Danish Dynamit" für die Schwaben,das sich als krasse Fehlzündung erwies. Tomasson {von ihm besitze ich übrigens ein Trikot }geht inzwischen für den spanischen Vertreter Villareal auf Torejagd.

Der neue Trainer hieß Armin Veh und war ein unbeschriebenes Blatt für die meisten- selbst der Präsident Erwin Staudt bezeichnete ihn als Übergangslösung. Der Mann,der zuvor Rostock und den FC Augsburg trainiert hatte, nun also in Stuttgart- und er stand vor einer schweren Aufgabe. Die Mannschaft ohne Esprit und Seele im Mittelfeld der Liga dümpelnd und obendrein ein Management,das ihm mehr als nur skeptisch zur Seite stand. Im Februar gekommen,war es ihm nicht möglich,in der Saison 2005/2006 noch etwas passables herauszuholen. Platz 9 stand am Ende zu Buche. Zu wenig für die Stuttgarter Verantwortlichen- dennoch, Armin Veh durfte weiter machen und ihm wurde ein kompetenter Teammanger zur Seite gestellt: Horst Heldt- der bis dato selbst die Kickstiefel für die Schwaben geschnürt hatte. In die neue Saison wurde ohne große namhafte Versträrkungen gestartet- aus Mainz kam der Spielmacher A.da Silva, von Straßburg A. Farnerud,aus der zweiten Liga R. Hilbert und aus Mexiko die beiden WM-Teilnehmer Ricardo Osorio und Pavel Pardo. Hauptsätzlich wurde gemäß der Trainer Magath und Sammer auf die eigene Jugend gesetzt. Namen wie Tasci,Gomez,Langer und Beck tauchten plötzlich auf den Spielberichtsbögen auf.

Doch es waren in der vergangenen Saison gerade die unbekannten Spieler die einschlugen wie Bomben. Sami Khedira,Mittelfeldspieler tunesischer Abstammung, Mario Gomez, Wahlspanier,Roberto Hilbert und Thomas Hitzlsperger bildeten mitunter die neue Generation der "jungen Wilden" nach Kuranyi,Hleb und Hildebrand.

Jungspunde: Gomez (links) und Khedira

Hier ein kurzes Stenogramm jedes einzelnen "Meisterspielers" (sofern er gespielt hat):

Timo Hildebrand - der langjährige Rückhalt des VfBs verließ nach dieser außergewöhnlichen Saison,in der auch er einige außergewöhnliche Paraden zeigte, seinen Arbeitgeber. Überragender Akteur auf dem Platz,hatte durch seine Taten großen Anteil am überraschenden Meistertitel. Ihn zieht es jetzt nach Spanien zu Valencia, wo ihm jedoch die Bank droht angesichts von Iker Cassilas.

Ricardo Osorio - Neuverpflichtung aus Mexiko,war sein Geld allemal wert. Große Verstärkung für die rechte Abwehrseite, nahm jedoch Eigengewächs Andreas Beck die Chance auf einen Stammplatz.

Mathieu Delpierre (bild oben) - entwickelte sich unter Armin Veh zum absoluten Leistungsträger und Stabilisator der Abwehr. Zweikampf-und Kopfballstark, einer der beiden "Türme" in der Abwehr der Schwaben.

Fernando Meira - Kapitän und wichtiger Mann in der Abwehr. Mit Delpierre zusammen oftmals unwüberwindbares Bollwerk für die Gegner. Leider machte er auch durch Unbeherrschtheit (DFB-Pokal-Finale) auf sich aufmerksam. Dennoch war der portugiesische Auswahlspieler einer der Hauptgaranten für den Titel.

Ludovic Magnin - schweizer Spaßvogel des Teams, bei ihm wechselten sich öfters mal Licht und Schatten bei seiner Leistung, doch vor allem in der zweiten Saisonhälfte zunehmender Leistungsträger auf der linken Seite. Brachte durch Tempovorstöße und erstklassige Dribblings häufig Gefahr für des Gegners Abwehr.

~So sehn Sieger aus~ (Die beiden Defensivstrategen aus Mexiko Pardo (links) und Osorio.

Pavel Pardo - zweiter mexikanischer Neuzugang,der den langjährigen Defensivstrategen Zvonimir Soldo geichwertig ersetzen konnte. Entpuppte sich durch seine Erfahrung, Abgeklärtheit und Zweikampfstärke zu einer großen Verstärkung.

Roberto Hilbert - Tempodribbler auf der rechten Außenbahn. Ein Nobody aus der zweiten Liga, der aber nicht zuletzt durch seine Torgefährlichkeit (8 Tore) zu einem Stammspieler reifte. Feierte gegen Ende dieser Saison auch sein Debüt in der Nationalelf.

Sami Khedira - der Junge mit den tunesischen Eltern, robust im Zweikampf,zudem Kopfball
stark und ballsicher. Wurde von Jogi Löw in dei Nationalelf berufen. Köpfte den VfB mit seinem Tor zum 2:1 gegen Cottbus am letzten Spieltag zur Meisterschaft.

Thomas Hitzlsperger - Unter Trappatoni konnte er seine Klasse nur selten zeigen,unter Veh wurde er aber mit zum Garanten des Titelgewinns. Seinem Spitznamme "the hammer" machte er durch teilweise spektakuläre Tore (1:1 gegen Cottbus am letzten Spieltag) alle Ehre.

Antonio da Silva - Konnte sich nicht zum erhofften Spielmacher entwickeln. Zeigte zwar immer wieder Ansätze seines spielerischen Potenzials,blieb aber unter dem Strich hinter den Erwartungen zurück. Wird wohl in der kommenden Saison von Yildiray Bastürk abgelöst.

Cacau - arbeitsamer Brasilianer, der mit seinen Toren ebenso einen wichtigen Teil der homogenen Mannschaft bildete.

Mario Gomez - nicht von ungefähr wurde er zum "Spieler des Jahres" gewählt- fantastische Saison des neuen Himmelsstürmers-mit 14 Toren bester Torschütze der Stuttgarter. War langezeit verletzt und feierte dann in Bochum ein sensationelles Comeback (erste Ballberührung,erstes Tor zum 2:2 am vorletzten Spieltag). Jetzt klopfen schon die großen Verein an (Juventus bot 25 Mio.Euro für den in Unlingen geborenen Stürmer mit spanischen Wurzeln).

Anmerkung des Verfasser: Wer nachgezählt hat,kommt bei dieser "Elf" auf zwölf Spieler - aber im Mittelfeld wurden bei den Stuttgartern eben wahlweise Sami Khedira oder A. da Silva aufgeboten.

Die Ersatzbank:

Serdar Tasci - Jungstar in der Abwehr,gehört zur Garde der jungen Wilden. Verlässlicher Spieler,der durch Zweikampfstärke besticht und zu einem der größten Talente auf der zentralen Abwehrposition zählt. Wurde von Löw in den A-Kader befördert (Debüt gegen England)

Arthur Boka - Der Ivorer, der im Kampf um einen Stammplatz auf der linken Seite gegen Magnin den Kürzeren ziehen musste. Lauffreudiger Außenspieler- mit Zug nach vorne.

Alexander Farnerud - der junge Schwede konnte sich in der ablaufenden Spielzeit ähnlich wie da Silva selten bis gar nicht bewähren. Konnte seine Offensivstärke fast nie unter Beweis stellen.

Marco Streller/ Benjamin Lauth - letzterer wurde vom HSV zum Glück nur ausgeliehen. klassischer Fehleinkauf,der in Stuttgart nie Fuß fassen konnte und leidglich ein Tor erzielte. Auch Streller war nur dritte Wahl hinter Cacau und Gomez. Beide sind verkauft. Streller an den FC Basel und Lauth durch den HSV an Hannover.

Die Neuzugänge

Vor allem im Sturm wurde nach den Abgängen von Lauth und Streller Ersatz gesucht-und gefunden:

Ciprian Marica - mit 7.Mio teuerster Zugang nach Fernadno Meira. Kam vom Ukrainischen Meister Donezk und hat großes spielerisches Potenzial. Der 21-jährige Rumäne muss sich in der kommenden Saison mit Cacau und Ewerthon um einen Stammplatz messen.

Ewerthon - Der Ex-Dortmunder wurde von Saragossa ausgeliehen (mit Kaufoption). Der schnelle Brasilianer hat noch Trainingsrückstand,den es aufzuarbeiten gilt,doch dann ist er ein heißer Kandidat für dei Stammelf,oder erste Ergänzung zum Sturmduo Gomez-Cacau/Marica

Yildiray Bastürk - der dribbelstarke Türke kam ablösefrei aus Berlin und soll das Offenivspiel der Schwaben beleben. Klassischer 10er, der -wenn er fit ist- für jede Mannschaft eine Bereicherung ist.

Rafael Schäfer - Die neue Nummer 1 beim VfB nach dem Abgang von Hilderbrand. Der aus Nürnberg für wenige Millionen euro kommende 24-jährige tritt eine schwere Nachfolge an, gilt jedoch als talentiert und stark in 1:1-Situationen. Problem: Bislang konnte er noch keinen Elfmeter halten.

Gledson - organisierrte in der letzten Saison noch gekonnt die Abwehr von Hansa Rostock,ist nun nach dem Abgang von Babbel (Karriereende) Alternative zu Delpierre und Meira. Leistete sich aber bereits in der ersten Runde des Pokals einen Aussetzer und sah Rot-zog dadruch den Ärger seines Trainers auf sich.

Thomas Hitzlsperger in Jubelpose-kein seltenes Bild in der letzten Saison.


Das ist sie- die alte (und hoffentlich auch neue) Meisterelf. Eine Mannschaft die durch Teamgeist,eisernen Willen und Moral, variablem Offensivfussball und schnellem Kurzpassspiel die Konkurrenz überflügelte. Kurios dabei: Bis zum 33. Spieltag waren die Schwaben nur 2.,3. oder gar 4. in der Liga. Erst kurz vor Schluss (mit dem 2:0 gegen Bayern) entwickelte sich ein Zweikampf zwischen Schalke und den Schwaben,die bis dato keiner auf der Rechnung hatte. Mit einem knappen und hart umkämpften 3:2 in Bochum am vorletzten Spieltag wurden die "Knappen" (zeitgleich 0:2 in Dortmund) überflügelt. Mit einem Zitter-Sieg im letzten Heimspiel (2:1 gegen Cottbus) wurde dann die Meisterschaft (unabhängig vom Sieg der Schalker) perfekt gemacht. Verständlich,dass hernach der Jubel riesengroß war- für die Schalker bleib wie so oft nur der undankbare zweite Platz. Megafete in Stuttgart (ich war nicht dabei *schnief*) auf dem Rathausplatz bis spät in die Nacht hinein. Doch ein wichtiges Spiel stand noch an...

Nämlich das DFB-Pokal-Endspiel in Berlin gegen Nürnberg. Schon zweimal hatte man in der Liga gegen die "Cluberer" derbe Klatschen hinnehmen müssen (0:3/1:4- Nürnberg war übrigens die einzigste Mannschaft,die zweimal gegen den VfB in der Ligarunde behaupten konnte!). Und trotz aller Entschlossenheit bewahrheitete sich ein weiteres Mal der Spruch: "Aller guten Dinge sind drei"- Mit 2:3 in der Verlängerung zog der frisch gebackene Meister ein weiteres Mal den Kürzeren. Ich erlebte die Partie "Live" auf dem Canstatter Wasen mit- und es war ein packender Finalfight,der viel bot,was dem modernen Catanaccio-Gekicke abhanden gekommen ist: Schöne Tore, elegante Spielzüge und jede Menge Spannung. Cacau brachte die ohne ihren Topstürmer Gomez angetretenen Schwaben nach schöner Vorarbeit von Khedira in Führung. Und alles war wunderbar. Doch der Schock folgte sogleich- Ausghleich durch Marek Mintal,nach dem zuvor die halbe Abwehr der Stuttgarter gepennt hatte. Und es kam noch schlimmer: Rot für den Torschützen Cacau nach einer guten halben Stunde wegen Tätlichkeit. Berechtigt. Und beinahe hätte der VfB nur noch neun Spieler auf dem Feld gehabt. Der Kapitän F. Meira senste den slowakischen Torschützen Marek Mintal derart rüde um,dass letztgenannter mit einer schweren Verletzung ins Krankenhaus musste. Nach der Pause kam dann der Hoffnungsträger -Mario Gomez- aufs Feld,doch das 1:2 für Nürnberg durch Engeldhardt nach einer Ecke konnte auch er nicht verhindern. In der Folgezeit entwickelte sich ein munteres und abwechslungsreiches Spiel zwischen zwei ebenbürtzigen Konkurrenten. Erst zehn Minuten vor Spielende der regulären Spielzeit schaffte der VfB den Ausgleich durch Pavel Pardo,der einen an Gomez verursachten Strafstoß sicher verwandelte. Und es ging in die Verlängerung,die Jan Kristiansen (schwuler Däne)leider für den falschen Verein durch ein (zugegebenermaßen) Traumtor entschied. Schade eigentlich. Aber seis drum,es war trotzdem ne geile Saion,die mit der Meisterschaft ihren geilen,krönenden und verdienten Abschluss nahm!! ~Schale ist viel schöner als der Pott...~

Doch wie es in der heutien Konsum-und Lestungsgesellschaft nun mal Fakt ist_ nichts ist von langer Dauer und man darf sich auf keinem Erfolg ausruhen. Die Bayern haben nach einer grottenschlechten Saison (nur Platz 4) mächtigb eingekauft (70 Mio. für Ribery,Toni,Klose,Jansen,Sosa,Schlaudraff und Altintop) und sind deshalb erster Anwärter auf den Titel. Die Schwaben dürfen siet vier Jahren mal wieder in der Europäischen Königsklasse ran,sind also einer Dreifachbelastung ausgesetzt,was bei einem an Quantität durchaus überschaubarem Kader auch problematisch sein kann. Warten wirs ab. In der Liga ist mit diesem Kader auf jeden Fall wieder ein Platz unter den ersten Drei möglich,zumindest solang die Einstellung stimmt und die Verletztenliste nicht zu lang wird. Aber auf eins muss man sich auf Stuttgarter Seite einstellen: unterschätzen wird sie in der Liga keiner mehr...

Das Objekt der Begierde,dieses Jahr gelagert in Stuttgart.




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