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Fussball (der Sport allgemein) verbindet Menschen. Der Sport bewegt Menschen, dich sich noch nie zuvor im Leben gesehen haben und auch später wohl nie wieder sehen werden wie alte Bekannte um den Hals zu fallen, ausgelassen zu sein, der Ekstase freien Lauf zu lassen. Das ist wichtig in Zeiten wo Menschen trotz zunehmender Möglichkeit weniger miteinander kommunizieren. Wo zwischenmenschliche Barrieren und Klischees von einer Sekunde auf die andere wie weggeblasen scheinen und die animalische Natur für kurze Zeit die Oberhand gewinnt.

Rein sportlich betrachtet war die Europameisterschaft in zweierlei Dingen aufschlussreich: Catanaccio-und Mauerfussball hat nur noch verschwindenden Aussicht auf Erfolg, was am frühen und recht kläglichen Scheitern der Griechen und Italiener deutlich wurde. Dagegen eroberten die ballsicheren und laufstarken Russen, die schnörkelosen Niederländer oder die spielstarken Spanier die Herzen der Fans. Kick-and-rush,Defensiv-Fussball ade- schneller, atrraktiver Angriffsfussball hallo. So kann es weiter gehen.

Der zweite Fingerzeig war der Finaleinzug der deutschen Nationalmannschaft- über die Art und Weise scheiden sich zwar bis heute die Geister, aber Jogi hats eben doch irgendwie drauf.Dabei darf man nicht vergessen, das viele Mannschaften eher überzeugten als die Deutschen. Ein durchwachsener Auftaktsieg gegen Polen (unserem Polen sei Dank/2:0), der vieles schöner zeigte als es war. Übertünchte Schwächen wurden im nächsten Spielen von den humorlosen Kroaten gnadenlos aufgezeigt, eine 1:2-Niederlage die viele an der Stärke zweifeln ließen und schließlich ein glanzloser Arbeitssieg gegen die Gastgeber aus Österreich (1:0 dank Ballack), verkrampft erkämpft und gekrönt mit dem Viertelfinaleinzug. Dem neutralen Beobachter schwante wie dem Experten insgeheim nichts gutes, war der Gegner kein geringerer als die dribbelstarken Jungs aus Portugal, die in der Vorrunde drei brillante Siege zu Buche stehen hatten.

Doch just in diesem Moment schlug die große Stunde des Taktikers aus dem Ländle. Mit "högschder Konzentration",Kampfbereitschaft und einem überragenden Schweinsteiger-getragen von einem noch stärkeren Kollektiv- und das kaum für möglich gehaltene trat ein: ein 3:2 Sieg über die zuvor noch entfesselnd aufspielenden Südeuropäer um ihren Superstar C. Ronaldo;diese scheiterten an sich selbst und am deutschen Bollwerk.  

Optimistisch wurde deshalb auch der Halbfinal-Auftritt gegen die Überraschungs-Mannschaft der EM (Last-Minute-Türkei)erwartet, doch das die gleiche Taktik auch nach hinten losgehen kann musste an diesem Tag schmerzlich zur Kenntnis genommen werden. Gegen die spielschwachen, dafür umso kampfstärkeren Türken musste lange gezittert und gebangt werden ehe wiederum ein knapper 3:2-Sieg den Finaleinzug bedeutete. Begünstigt durch dankbare Mithilfe des Oldies im Tor der Döner-Kicker konnte sogar der formschwache Klose den Ball ins Netz bugsieren.

Im finalen Akt wartete ein wahrer Gigant auf die deutsche Mannschaft- die ballsicheren, technisch hochklassigen und schnellen Spanier. Auf ein Wunder musste regelrecht gehofft werden, wieder wurde die 4-2-3-1 Variante ausprobiert, und genau 15 Minuten lang sah es so aus als könne man Parolie bieten, ehe die Torreros über die deutschen Spieler hinwegfegten wie Gustav über die Küste. Das am Ende nur eine 0:1- Niederlage auf dem Papier stand, darf man Fortuna und der Nachlässigkeit der Spanier zuschreiben.

Die Enttäuschung muss sich dennoch in Grenzen halten, immerhin wurde das Finale erreicht, auch wenn große Hoffnungsträger an sich selbst scheiterten. Der Kopf spielt eben doch gerne mit.

Jetzt sind die Jubelschreie verstummt,auf den Straßen ist Ruhe eingekehrt,aber man darf sich freuen auf weitere Großereignisse, und vielleicht machen die Sportfreunde auf dem Rasen es irgendwann den Gesangesbrüder im Studio nach und der vierte Titel  kann geholt werden. Go Jogi!




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