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"Komm,lass uns von hier verschwinden- hier ist es unheimlich!"- beinahe flehentlich riss sie an seiner Hand. Doch Jim konnte sich einfach nicht von dieser Stille und der Dunkelheit losreisen. Lass uns noch ein bisschen hier bleiben, keiner wird uns etwas antun! Doch Lauren wollte einfach nur weg hier. Dieser Ort war ihr zutiefst unheimlich, nicht das sie eine überaus schreckhafte Person gewesen wäre wie die meisten Frauen die sie kannte- doch sie fürchtete stets einen falschen Schritt zu machen und in einen Abgrund zu fallen. Zumindest konnte sie nicht erahnen was in dieser Dunkelheit alles lauerte, und das machte ihr Angst. Jim schien das allerdings nicht zu interessieren, unbeirrte lief er weiter durch die tiefe Nacht voran. Nicht einmal der Mond konnte ihnen Licht spenden, zu verdeckt war er durch das dichte Walddach,dass sich über ihnen aufspannte.
Endlich gelangten sie an eine kleine Lichtung, die etwas erhellt wurde durch den klaren runden Vollmond. "Hier ist es schön," sagte Jim, "lass uns etwas hier bleiben". Ohne auf ihre Antwort zu warten, zog er Lauren auf die Lichtung und drehte sich zu ihr um. Ganz dicht stand er nun vor ihr, und Lauren kam nicht umhin dieses Gefühl zu genießen. Die einladende Stille um sie herum ließ sie innerlich zwar noch immer frösteln, doch seine Nähe und seine Wärme beruhigten sie mehr als alles andere. "Schließ deine Augen," flüsterte er- Lauren begann vor Aufregung leicht zu zittern, schloss ihre Augen und neigt ihren Kopf leicht in seine Richtung. "Spürst du das? Diese Ruhe, diese Stille?", flüsterte er sanft in ihr Ohr- "das ist der Ort, an dem all deine Gedanken hinweggetragen werden, an dem du alles, ja sogar deine schlimmsten Befürchtungen vergessen kannst." "Ja,"hauchte sie, in der Hoffnung,gleich seine weichen Lippen auf den ihren zu spüren. Erwartungsvoll lehnte sie sich an ihn. Doch Jim wich leicht zurück und berührte leicht ihre Schultern. "Ich kann dir das, wonach du sehnst, nicht geben."Diese Worte trafen  sie wie ein Schlag in die Magengrube, sie öffnete ihre Augen und schaute ihm direkt in die Augen. "Warum hast du mich dann hier hergebracht, an diesen verfluchten Ort? Was um alles in der Welt machen wir beide dann hier? und warum kannst du es mir nicht geben? Du hast keine Ahnung, wonach ich mich eigentlich sehne!" "Natürlich weiß ich das," entgegnete Jim, wütend darüber das die friedliche Stille so jäh unterbrochen wurde. "Aha, und was?"- "Erlösung." -"Erlösung? Von was?" - Jim ging nicht auf diese Frage ein,sondern löste sich von ihr und zog sie an ihrer Hand zurück in Richtung des Parkplatzes wo ihr Auto stand. "Könntest du mir bitte diesen Ausflug heute abend erklären, Jim? Und reiß nicht so an meiner Hand, du tust mir weh!" Er ließ ihre Hand los, antwortete aber nicht auf ihre drängenden Fragen,sondern lief nur wortlos weiter. "Warum schweigst du mich an, so rede doch mit mir!" Vorbei waren die Stille und die ruhige angenehme Stimmung, in der sich Jim noch vor wenigen Minuten befand. Ihre Stimme wurde immer lauter und durchschnitt den Wald wie das schnelle Feuern eines Gewehres. "Oh mein Gott, Jim- was ist nur los mit dir??" Da drehte sich Jim zu ihr um und sagte mit leicht drohendem Unterton: "Du hast mir soeben meinen Frieden geraubt und ich verabscheue nichts so sehr wie wenn mir dieses Heiligtum genommen wird. Und jetzt belästige mich nicht weiter mit deinen dämlichen Fragen, ich will darüber nichts mehr hören." "Dein Heiligtum, deinen Frieden?", Lauren konnte nicht glauben was sie gerade gehört hatte, "ich meine, Jim- Herrgott es geht hier um meine Erlösung also hättest du bitte die Güte, mir zu erklären was du damit meinst?" Doch Jim war längst wieder in sein Schweigen verfallen, wortlos marschierte er entschlossen gen Auto,das sie alsbald erreichten. Ohne auf ihre Quereleien einzugehen, schloss er das Auto auf, setze sich hinein und drehte das Radio auf. Lauren blieb nichts anderes übrig als einzusteigen, in dieser Verfassung war ihm alles zuzutrauen. Auch dass er sie hier draußen alleine stehen ließ. Die Fahrt verbrachten sie in belastender Stille. Tausend Fragen lagen ihr auf der Zunge, doch sie wusste das es jetzt keinen Zweck hatte, mit ihm darüber zu reden. Als er vor ihrer Haustür hielt, sagte sie nur: "Danke für den schönen Abend und vielleicht klärst du mich ja irgendwann mal über dein komisches Verhalten auf!" "Vielleicht wäre es angebracht," entgegnete Jim kalt, "das du einmal dein komisches Verhalten ablegst und anfängst dich wie ein erwachsener Mensch zu verhalten!" Tief getroffen durch diese unbarmherzigen Worte schaute sie ihn nur kurz an und erwiderte: "Mein komisches Verhalten? Welches Verhalten denn bitte? Du erklärst es mir doch nicht!" "Wenn du schon selber nicht darauf kommst, kann ich dir nicht helfen. Und jetzt geh bitte, ich möchte nach Hause." "aha, na dann- tschüss Jim und nochmals danke für dein liebenswürdiges Verhalten heute!"
"Tschüss." Mehr bekam sie an diesem Abend nicht mehr zu hören. Sie sah den langsam in der Dunkeheit verschwindenden Rücklichtern noch einen Augenblich nach, dann zückte sie ihr Handy aus der Tasche und rief ihre beste Freundin an.

Nach kurzem Läuten hob Rachel ab, "Hallo?" "Hi, hier ist Lauren, kann ich dich noch kurz treffen?" "Oh, hi Lauren, es tut mir leid aber das ist im Moment schlecht. Tom ist gerade gekommen und wir wollen uns heute einen gemütlichen Abend vor dem Fernseher machen. Geht es dir gut?" Ungewillt, die ganze Geschichte am handy zu erzählen, sagte Lauren nur: "Ja, alles in Ordnung, ich wollte nur noch nicht nach Hause." "Oh, das tut mir leid, aber wir machen bald wieder etwas,versprochen!"- "Ok, dann bis bald" sagte Lauren und legte auf. Tom war Rachels neuer Freund. Lauren versuchte nach dieser Absage noch Liz und Kathrin zu erreichen, doch sie erreichte keine der beiden. Und so marschierte sie los, um noch einen kleinen Nachtspaziergang zu machen, zu aufgewühlt war sie um jetzt nach Hause gehen zu können. Außerdem hätten sie dort nur vorwurfsvolle Blicke ihrer Eltern erwartet, mit denen sie sich heute mittag in die Haare bekommen hatte. "Wenigstens gibt es hier Licht", dachte sich Lauren und lief los.

Zu gleicher Zeit brauste Jim durch die Stadt nach Hause, wo ihn seine Freundin erwartete."Kein sehr gelungener Abend", dachte sich Jim, als  er das Auto in der Garage parkte und die Wohnunggstür aufschloss. "Hi, mein Schatz", rief ihm seine Freundin zu und gab ihm einen langen Kuss. "na, wie wars?" "Naja, wie es eben ist mit Lauren auszugehen und ihr die Wahrheit zu sagen", grinste Jim und zog sie fest an sich. "Da verbring ich meine Zeit lieber mit dir", flüsterte er und zog sie in Richtung Schlafzimmer.

In dieser Nacht würde er gut schlafen können.




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