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Erst vor kurzem habe ich mit meiner Freundin Schluss gemacht. Das war auch gut so, den ihr Hund konnte mich noch nie recht leiden. Immer wenn ich sie besuchen kam, zeigte er mir seinen kleinen und nicht unbedingt Schönheitspreis-verdächtigen Schwanz, mit dem er trotz seines geringen Volumens beachtlich wedeln konnte. Kam ich zu nahe an seinen Futtertrog, verschmähte er für den Rest des Tages das Fressen, und wenn ich ihn streicheln wollte, so knurrte er nur unwillig und lief davon. Und just in diesem Moment, als ich ihr das sagte, was sie am allerwenigsten hören wollte, trottete der kleine weiße Scheißer herein und bellte mich wagemutig an. Hätten ihm fehlende Größe und Courage ihm nicht einen Strich durch die Rechnung gemacht, er hätte mich wahrs in Grund und Boden gebissen. Doch da mir  von dieser Seite aus keine Gefahr drohte, setze ich meinen tollkühnen Freiheitskampf unbeirrt fort. Gerade setzte ich zum finalen Schlag an, da erschien des Tochters Vater in der Tür und raunzte mich an: "Mensch, du könntest dich auch mal wieder rasieren, und im Kopf haste auch nix vor lauter Fussball, oller pillemann du!" Schon lag mir die Erwiderung auf der Zunge, die mit einer saftigen Schimpftirade den ganzen angestauten Frust gegen diesen quälenden Kleingeist laut herauszu komplimentieren, da wurde ich von meiner (noch) Freundin ausgebremst, indem sie nur die Tür zuknallte mit den Worten: "Ich bin doch auch nicht rasiert,Papa" Durch diese bahnbrechende Erkenntnis über seine Tochter völlig aus dem Konzept gebracht schlich der mehr mit Muskeln als mit Gehirnzellen ausgestattete Produzent dieser nichtsdestotrotz schönen Schöpfung die Treppe wieder herunter. Ich hab ihn seit dieser herzlichen Verabschiedung nicht wieder gesehen.

Leider war Schönheit ihr einziger Trumpf im Ärmel, bei allen anderen wichtigen Eigenschaften musste sie verschlafen haben. Und so kam es wie es kommen musste: Ich verließ Haus,Hof,Hund,Vater und schließlich auch die Freundin, nicht ohne ihr ein rießiges Loch in ihre zart besaitete Seele zu brennen. Als ich sie das erste mal küsste, ertönte Fernando, jetzt ertönten nur noch die fernen Glocken der sehnsüchtig auf ihren Abriss wartenden Kirche.
Wie ich durch die Straßen wandelte auf der Suche nach meinem inneren Frieden da stand ich urpötzlich vor einer wohlgeformten und hell leuchtenden Laterne. Und nachdem die erste Unsicherheit überwunden war so kamen wir beide doch besser ins Gespräch und zur Verabschiedung traute ich mich doch tatsächlich zu umarmen.

Meine Ex- Freundin hab ich seit diesem denkwürdigen Tag noch viele Mal gesehen, mal glücklich, mal unglücklich und einmal machte ich den Fehler, sie in einem leicht trunkenen Zustand anzusprechen und sie nach ihrem Hund zu fragen, worauf sie nur antwortete: "Du könntest dich auch mal wieder rasieren, du blöder Penner, unfassbar wie ich mit dir nur ins Bett steigen konnte!"- Innerlich verkrampft von diesem wuchtigen Punch, erholte ich mich nach wenigen Sekunden und ging zum Gegenangriff über: "Gekocht habe ich für dich, dir den Abwasch gemacht und ich habe dir sogar etwas zu Weihnachten geschenkt. Nicht zu vergessen die Socken die ich für dich immer gestrickt habe!! Und das ist der Dank?" Schon sah ich all meine Felle davonschwimmen ob so viel Undankbarkeit, doch Gott sei Dank hatte sie ihren Pelz nun abgenommen und rief mit erregter Stimme:" So zieh ab, von dannen mit dir, verdorbener Prinz!" Eine kleine hässliche Falte hatte sich zwischen ihr ebenmäßiges Gesicht gelegt, die mir suggerierte das sie mich immer noch liebte, woraufhin ich ihr eine Salzstange in ihr schönes blondes Haar zu stecken versuchte. Sie ließ es geschehen und ich wusste in diesem Moment, dass sie einen wirklich guten Freund verloren hatte.

Zu oft gehen eben die, die noch nicht gehen sollen.




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